Johannes Müller

Die Unternehmensführung muss den Willen zur Veränderung vorleben

von Johannes Müller

Wenn Kunden nicht zahlen: Forderungsausfälle versichern – Liquidität sicherstellen

Stand 15.12.2020

Veränderungsmanagement - entscheidende Komponente für nachhaltige Veränderungen

Unternehmen und die Wirtschaft haben oftmals mit Unsicherheiten zu kämpfen. Aktuell werden diese gerade durch die Auswirkungen und Folgen der Corona-Krise noch zusätzlich verstärkt. Die beständigste Komponente stellt demgegenüber der Wandel dar. Veränderungen und Veränderungsprozesse sind dabei nicht nur allgegenwärtig, sondern legen ein immer schnelleres Tempo vor. Ein Unternehmen, das erfolgreich werden bzw. bleiben möchte, muss den Wandel dynamisieren und zukunftsorientiert managen. Dafür ist ein cleveres und zukunftsorientiertes Vorgehen erforderlich.

 

Die Transformation gezielt steuern und dynamisch gestalten

Ausgehend von dem jeweiligen Ist-Zustand und einem strategisch definierten Ziel-Zustand kommt dem Veränderungsmanagement dabei die Gestaltung aller erforderlichen Anpassungsprozesse zu. Die Bandbreite an Aufgaben und Anforderungen reicht von der Planung und Konzeptionierung über die Befähigung und Steuerung bis hin zur Umsetzung, Kontrolle und Optimierung. Zum Einsatz kommt dabei ein großes Instrumentarium an Methoden, Verfahren, Konzepte und Maßnahmen. In den letzten Jahren richtet sich der Fokus dabei nicht zuletzt auf die digitale Transformation und die neuen Errungenschaften sowie Technologien, die im Zuge der Digitalisierung entwickelt wurden.

Veränderungsmanagement - es besteht immer noch eine vergleichsweise hohe Fehlerquote

Ob vor dem Hintergrund der digitalen Transformation respektive der Digitalisierung, der ökologischen Veränderungen, eines veränderten Marktumfelds oder auch der Berücksichtigung neuer gesetzlicher Vorgaben - ein modern und zukunftsorientiert aufgestelltes Unternehmen muss stetig neue Wege finden und einschlagen. Auch interne Komponenten und Entwicklungen fungieren häufig als Gründe für Wandel und Veränderungsprozesse.

Mangelt es zum Beispiel an Effizienz, besteht eine hohe Fluktuation der qualifizierten Mitarbeiter oder bleibt der Umsatz dauerhaft hinter den Erwartungen zurück - das sind in vielen Fällen Auslöser für einen anstehenden Wandel. Fakt ist aber auch, dass Veränderungsprozesse nicht immer reibungslos verlaufen und teilweise an Wirkung einbüßen. Selbst in modernen und gut entwickelten Unternehmen werden immer noch viele Fehler im Veränderungsprozess begangen.


Darum scheitern Wandel und Veränderungsprozesse in Unternehmen

Kleine und mittelständische Unternehmen, Startups und auch Großunternehmen und Konzerne - der Wandel und die Transformation sind in allen Unternehmenskategorien gefragt. Laut Studien, wie zum Beispiel die Cap-Gemini-Studie "Culture First", wird die Notwendigkeit von Veränderungen in den meisten Fällen zwar erkannt, aber es mangelt häufig an der erforderlichen Priorisierung.

Als Hemmschuhe erweisen sich dabei vor allem die folgenden Faktoren:

  • Die Ziele von Veränderungsprozessen werden nicht hinreichend klar definiert und kommuniziert.
  • Es fehlt an Experten für das Veränderungsmanagement und für effektive Methoden.
  • Das Management unterstützt das Vorhaben nur halbherzig.
  • Es gibt Widerstände und Ängste von Interessengruppen im Unternehmen gegen den Wandel und die damit einhergehenden Veränderungen.
  • Dem Unternehmen bzw. der Organisation fehlen Promotoren, Treiber und Multiplikatoren.
  • Es stehen nicht genügend Ressourcen und Kapazitäten für den Wandel zur Verfügung.
  • Die etablierte Unternehmenskultur wird als Tabu-Thema behandelt und nicht angepasst.
  • Die geplanten Veränderungen sind strukturell nicht ausgewogen.


Verschiedene Modelle weisen den Weg zu einer erfolgreichen Veränderung

Mit einer guten Planung, einer Strategie, die sämtliche Mitarbeiter bei dem Vorhaben einbezieht sowie ein entsprechendes Know-how und Change-Expertise sind die meisten Fehler allerdings komplett vereinbar. Ein erfolgreicher Change und konsequent realisierte Veränderungsprozesse müssen grundsätzlich strategisch angegangen werden. In der Praxis haben sich diesbezüglich verschiedene Change-Management-Modelle für einen erfolgreichen Wandel etabliert. Gerade das Top-down- und Bottom-up-Modell sowie das Drei-Phasen-Modell nach Lewin und Kotters Acht-Stufen-Modell als spezifische Erweiterung überzeugen als Basis für passende Lösungen und gute Ergebnisse.


Veränderungsmanagement - der Fokus liegt auf bestimmten Erfolgsfaktoren
Neben einer solchen Modell-Basis gibt es zudem eine ganze Reihe von Erfolgsfaktoren, die für gelungene Veränderungsprozesse entscheidende Kriterien darstellen. Am Anfang sollte dabei immer eine Vision stehen, wobei die realistische Umsetzung durch eine umfassende Analyse von Ausgangssituation und Zielsetzung auf Plausibilität zu überprüfen und zu planen ist. Die Ziele müssen sowohl realistisch als aber auch motivierend sein.

Um die Notwendigkeit des Wandels und den damit zusammenhängenden Veränderungsprozessen zu untermauern, muss die Unternehmensführung den Willen zum Change vorleben. Dies geschieht zum Beispiel durch das Umsetzen moderner Führungsgrundsätze, einem vielschichtigen Führungsbewusstsein oder auch durch eine Anpassung der Unternehmensphilosophie an die neuen Anforderungen.


Widerstände und Ängste gezielt ansprechen und überwinden
Kommunikation, Partizipation und Integration - auch diese drei Begriffe stellen relevante Erfolgsfaktoren dar. Mithilfe einer informativen Kommunikation, die für Transparenz steht und auch die Mitarbeiter gezielt und mehrwertig einbezieht, schaffen Sie Vertrauen und vermeiden bzw. überwinden Widerstände. Insbesondere die Mitarbeiter, deren bisherige Tätigkeit und Arbeitsweise sich durch den Change ändert, haben häufig Ängste und sperren sich gegen entsprechende Vorhaben und Maßnahmen.

Daher sollten Sie grundsätzlich die Betroffenen am Wandel beteiligen und sie im Rahmen eines aktiven Kommunikationsmanagements involvieren. Auf diese Weise gewährleisten Sie die Integration aller Beteiligten, fördern den Zusammenhalt und fördern eine echte Vertrauenskultur.

Zudem stellen die gezielte Personalentwicklung im Hinblick auf die Haltung, Einstellung und veränderten Aufgabengebieten, die detaillierte Steuerung der Veränderungsprozesse im Rahmen einer umfassenden Projektorganisation sowie die Nachhaltigkeit in Form eines permanenten Wandels (hier: lebenslanges Lernen etc.) wichtige Erfolgsfaktoren dar. Für den Erfolg entscheidend sind aber auch immer die Wahl der Perspektive (hier: Betriebsblindheit) und das Vorhandensein von Know-how sowie Expertise.

Hier profitieren Sie explizit von der hohen Beratungskompetenz, dem Fachwissen und den Marktkenntnissen der Johannes Müller Wirtschaftsberatung. Die Konsultation respektive das Einsetzen von fachkompetenten und lebenserfahrenen Beratern zählen nicht umsonst in allen Studien und Modellen zum Thema Unternehmenswandel und Veränderungsmanagement zu den Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen.

 

 

 

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